Oh Mann.

Ein Tag bei der Arbeit. Gerade mal 2 Stunden da und schon hatten wir eine Überflutung, einen potenziellen sexuellen Übergriff und Amis, die nerv(t)en.

Ich war noch gar nicht wirklich da, da hatte ich mir schon fast den Hals gebrochen. Zum Glück trage ich heute meine rutschfesten schweren Clogs. Ein Zimmer war am Duschen – äh, der Gast im Zimmer natürlich – und merkte nicht, dass derweil das Wasser aus dem zweiten dubiosen Loch im Boden ins Zimmer in den Flur und in weitere Zimmer wieder herauslief. Ich bin bis heute noch nicht dahinter gekommen, warum in griechischen Bädern auf dem Boden immer so viele Löcher sind.

Kaum war das Problem gelöst, näherte sich schon das nächste in Gestalt eines Zigeuners, der angeblich wegen irgend welcher Stühle einen Termin beim Chef hatte. Da es aber viel zu früh war und ich mich weigerte, diesen zu wecken, dachte der sich vielleicht, sich mit mir die Zeit vertreiben zu können. Ich hätte schweres mitgemacht in meinem Leben und viel Schmerz in meinem Inneren, aber ich wäre ein guter Mensch (= so kann man doch eigentlich jeden klein kriegen, oder?), und er könne mich heilen. Ich sei verhext, weil andere neidisch auf mich seien (=typisch griechischer Glaube). Ich bräuchte nur heimlich mit ihm in einem Zimmer zu verschwinden, ein rohes Ei und ein Handtuch mitzubringen (auch heimlich) und er würde mich von meiner Bürde befreien. Ganz schnell, und er wollte auch kein Geld dafür haben. Ich wage gar nicht, darüber nachzudenken, was ich allein in einem Zimmer mit einem alten Zigeuner, einem rohen Ei und einem Handtuch machen würde.

So schnell wie heute war das Hotel noch nie voll und zum Glück ist mein Chef ein Blitzmerker, der mein heftiges Blinzeln sofort verstand und mir den Kerl aus der Rezeption schmiss (und was von einem Termin wusste er auch nicht).

Dann kam ein Pärchen und fragte mich leicht peinlich berührt, ob in dem Zimmer oben neben ihnen jemand wohnen würde. Ich sagte ja, und warum, und erst zögernd verrieten sie mir, dass sie ihre Flipflops gestern Abend von unten hinaufgeworfen hatten, weil sie gemeint hätten, das sei ihr Balkon. Ach, sagte ich – nicht fragend, warum man Flipflops wirft und nicht trägt, vielleicht ist das ja heute so – das ist ja noch gar nichts, erzählte ihnen aber auch nicht von dem jungen Mann letztes Jahr, der seinen Schlüssel verloren, von unten auf seinen vermeintlichen Balkon geklettert war und den dortigen Zimmerbewohnern einen gehörigen Schrecken eingejagt hatte.

Nun habe ich gerade ein paar unfreundliche Amis hinter mir, die Transfer verlangten, worauf ich den Chef rief, der sofort angefahren kam, da sie aber in der Zwischenzeit verschwunden waren, wer weiß wohin, nach 5 Minuten Warten wieder abdackelte, woraufhin sie nach ca. 20 min, als sie zurückkehrten, ihren Unmut darüber, dass ihr Transfer nicht da war, an mir ausließen. Wir haben ja auch sonst nix zu tun, aber zum Glück kam mein Chef in dem Moment wieder vorgefahren.

So habe ich gedacht, ich gönn mir jetzt ne wohlverdiente Pause und schreib ein Bisschen in meinem Blog. Ich wünsche euch einen ebenso interessanten und ereignisreichen Tag.