Aufruf für Blondie

Dieser Hund sucht dringend eine neue Pflegestelle, da ihre jetzige “Besitzerin” an Krebs erkrankt ist und sie abgeben muss. Oder natürlich gleich ein neues Zuhause. Der Hund befindet sich zur Zeit im Raum Düsseldorf, kann aber auch überall hingebracht werden.

Name: Blondie
Geschlecht: weiblich
Alter: ca.*06/2009
Kastriert: ja
Rasse: Schäferhund
Farbe: blond
Schulterhöhe: ca.55cm
Gesundheitszustand: gesund
Herkunft: Naxos
Aufenthalt: Pflegestelle Deutschland
Status: Pflege-und Endstelle gesucht

Verträglichkeit:
-mit Kindern: ja
-mit Katzen:
-mit Rüden: ja
-mit Hündinnen: ja
-Anfängerhund: nein

Beschreibung:
Blondie ist ein sehr liebes und verschmustes Schäferhund –Mix Mädchen, das einem Schäfer weggenommen wurde, weil er sie misshandelte und hungern ließ. In ihrer jetzigen Pflegestelle hat sie mittlerweile an Gewicht gewonnen.
Sie ist zu Beginn etwas schüchtern und muß zu ihrem Menschen erst Vertrauen fassen.
Wenn sie sich sicher fühlt, blüht sie auf und beginnt ihr Leben zu genießen und ist verspielt und verschmust. Blondie ist liebesbedürftig und möchte so gerne ihre schlimme Vergangenheit vergessen. Blondie sucht eine liebe Familie, die mit ihr ausgedehnte Spaziergänge macht, mit ihr spielt und wo sie einfach ein unbeschwerter junger Hund sein darf. Sie ist sportlich und kann sicher auch gut beim Joggen und auf Radtouren begleiten, wenn sie sicherer ist. Sie ist in vielen Situationen noch unsicher und braucht erfahrene Menschen, die mit ihr trainieren.

Sie lebt aktuell mit 3 Kindern zusammen und geht ganz wunderbar mit ihnen um, dennoch bellt sie Kinder auf der Strasse noch an. Ebenso werden andere Hunde angebellt. Hier muß ihr noch die Furcht genommen werden. Auch ihre Leinenführigkeit sollte noch etwas trainiert werden. Das liebe Hundemädchen ist stubenrein und bewegt sich im Haus sicher.

Blondie wird kastriert, gechipt, geimpft, entwurmt, entfloht, auf Mittelmeerkrankheiten getestet und tierärztlich untersucht vermittelt.
Wer gibt dieser sensiblen Hündin eine Chance auf ein schönes Leben?

Ursprünglicher Link hier: http://www.tierhilfe-naxos.de/dringend/blondie

Helga

********U P D A T E********

— Helga hat jetzt ein neues Zuhause in Deutschland gefunden —

Sie kam, sah und siegte. Na ja fast, denn behalten können wir sie nicht, dafür ist sie einfach zu groß als 3. Hund, aber wir “fostern” (“foster home” = “Pflegestelle”) sie so lange (gemeinsam mit unseren Nachbarn, die sie überhaupt erst gefunden haben, sie war offensichtlich ausgesetzt worden), bis sie ein neues Zuhause findet. Nur eins sei gesagt: ich beneide den, der diesen Hund den seinen nennen kann eines Tages. Sie ist ein Traumhund, geht bei Fuß, zieht gar nicht, sehr freundlich zu allen und die Ruhe weg (Maße ca. 30kg und 62cm Schulterhöhe):

Schöne Helga

Schöne Helga

Kate ist die ausgesetzte Hunde-Finderin Nr. 1 - und dann werden sie mir aufs Auge gedrückt ;-)

Kate ist die ausgesetzte Hunde-Finderin Nr. 1 - und dann werden sie mir aufs Auge gedrückt ;-)


Und nochmal Tierschutz

Jaaaaaaaaaaaaa, demnächst kommt es euch noch zu den Ohren raus!!! Aber was sein muss, muss sein :-) :-) :-)

Hier mal ein paar Fotos von wärmeren Wintertagen – so wisst ihr, was bei uns getan wird (und getan werden muss)…

Hunde(baby)salat

Richard, besonders engagiert

"Kleine" Tierfreunde

Jemand fotografiert jemanden der jemanden fotografiert der jemanden fotografiert... oder so

Lizzie, eine meiner Lieblingshündinnen

Blick in eine ungewisse Zukunft?

Und wer helfen möchte… wir brauchen Volontäre vor Ort, die mit anpacken, sowie Spenden… einfach mal oben rechts auf die Hunde-Support-Seite auf Facebook schauen!

Liebe sucht Liebe

Für mich sind diese Geschöpfe reine Liebe, und wenn ich bei unserem sogenannten “Tierheim” bin, das zur Zeit liebevoll und bis zum Umfallen neuerdings von Sabine geführt wird (siehe meinen Blogroll in der Spalte rechts, “Sabine und die Paros-Hunde”), dann wünsche ich mir nichts mehr, als dass sie alle jemanden finden, der ihnen die Liebe gibt, die sie so sehnsüchtig einfordern, wenn mal jemand zu Besuch kommt… leider geht es unserem Tierschutz, der nur noch aus wenigen Leuten besteht, gar nicht gut, es ist kein Geld mehr da und nur noch ganz wenig Spenden kommen rein (meine Vermutung: wegen Fehladministration in der Vergangenheit), so dass man vielleicht eines Tages mal die Tore aufmachen und den armen Viechern sagen muss: “lebt wohl” :-(. Die Idee schwebt in der Luft herum, dass wir vielleicht mal ein paar Streuner nehmen und uns zusammen ans Rathaus ketten – denn die Gemeinde, die eigentlich VERPFLICHTET ist, sich darum zu kümmern, tut GAR NICHTS.

Was dringend gebraucht wird, sind Flugpaten, denn Stellen in Deutschland sind da – siehe Paroshunde! Paroshunde e.V. sei Dank geht es überhaupt noch weiter hier, ist mein Eindruck. Aber so ganz genau bin ich nicht informiert über die administrativen Angelegenheiten. Ich gehe neuerdings nur öfter mal zum “Shelter”, wie wir es hier nennen, und helfe Sabine ein Bisschen aus – auch wenn das ja nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist – aber vielleicht können wir ja mehr Leute dazu bringen, tatkräftig mitzuhelfen und die News zu verbreiten, dass hier Leute sind, die ihre ganze Energie in die Streuner stecken.

Dann schicke ich mal ein paar Fotos hinterher:

Die rechte ist eine reinrassige Ungarische Visla-Hündin, die schon vermittelt ist - sie weiß um ihre Schönheit, wie man sieht!

Sarah, die hochschwanger und sehr schwach eingefangen werden musste und eine Abtreibung hatte.

Sarah, die hochschwanger und sehr schwach eingefangen werden musste und eine Abtreibung hatte. Sie hat weiße Wimpern am einen Auge und braune Wimpern am anderen und ist sehr süß (vermutlich schon vermittelt).

Dina, Lydias Liebling

Dina, Lydias Liebling

Sabine und ihre Hundeschar

Sabine und ihre Hundeschar

Eins meiner Lieblinge Lizzie. Sie wurde unterernährt und sehr ängstlich von Leuten aufgefunden, vermutlich ein Kettenhund, der nie laufen konnte, da sie auch sehr lange Nägel hatte.

Eins meiner Lieblinge Lizzie. Sie wurde unterernährt und sehr ängstlich von Leuten aufgefunden, vermutlich ein Kettenhund, der nie laufen konnte, da sie auch sehr lange Nägel hatte.

Es ist Weihnachten!!! Besuch mit Leckerlis!!!

Es ist Weihnachten!!! (Nicht zu vermittelnder) Besuch mit Leckerlis ist da!!!

Tja, wenn man mit mir zu tun hat, läuft man Gefahr, auch mal zum Shelter fahren zu müssen und zum Spazieren gehen verdonnert zu werden!

Tja, wenn man mit mir zu tun hat, läuft man Gefahr, auch mal zum Shelter fahren zu müssen und zum Spazieren gehen verdonnert zu werden!

Mein Liebling Amadeus. Er ist groß, furchterregend und ganz furchtbar lieb und harmlos... sehr traurig, dass ein solches Hundeleben so verschwendet werden muss. Er hätte ein schönes Zuhause verdient und gäbe bestimmt alles 1000fach zurück. Hätte ich Platz... er liebt übrigens Kinder.

Mein Liebling Amadeus. Er ist groß, furchterregend und ganz furchtbar lieb und harmlos... sehr traurig, dass ein solches Hundeleben so verschwendet werden muss. Er hätte ein schönes Zuhause verdient und gäbe bestimmt alles 1000fach zurück. Hätte ich Platz... er liebt übrigens Kinder.

Ciju ist sehr groß und könnte mal einen Friseurbesuch brauchen, ist aber ansonsten auch ganz furchtbar lieb

Ciju ist sehr groß und könnte mal einen Friseurbesuch brauchen, ist aber ansonsten auch ganz furchtbar lieb...

In diesem Sinne verabschiede ich mich vorerst von euch…

Auf ein Neues!

Ich bin zwar absolut kein Anhänger vom “Frohen Neuen Jahr”, trotzdem wünsche ich euch aber natürlich alles Gute für 2011! Und gehe gleich mit gutem Beispiel voran und setze meine Vorsätze in die Tat um, jetzt werde ich euch nämlich hier zumüllen mit lange fertigen Fotos, die endlich veröffentlicht werden möchten. So ganz bekomme ich es chronologisch vermutlich nicht mehr auf die Reihe, aber ich bemühe mich, zumindest thematisch einen Sinn da reinzubringen!

Mein Jahr ging zu Ende, wie es für gewöhnlich immer ist: auf dem Weg zur Silvesterfeier lief mir ein kleiner Welpe in die Arme, sehr verschreckt und an losgerissener Leine. Zum Glück gelang es mir, diesen süßen Welpen einzufangen, und erwartete schon Entsetzensrufe, als ich damit in die edle Lobby des Hotels wollte; nicht dass ihr jetzt glaubt, ich wollte mit ihm feiern, ich fand es nur naheliegend, dass man dort vielleicht wissen konnte, woher er kam.

Aber man begrüßte mich freudig erregt, und bald sammelte sich die ganze Hotelfamilie, alles Griechen wohlgemerkt, zum Freudengetaumel, ganz ungewöhnlich und doch Hoffnung spendend… er war seit 2 Tagen verschwunden, seit er sich bei einem Spaziergang erschreckt und losgerissen hatte. Wie sagt man so schön, Ende gut, alles gut! Und manchmal fragt man sich, ob es nicht doch einen Gott gibt, oder warum fallen MIR immer so viele Viecher in die Hände?! Viele andere warten noch auf ein gutes Ende, und damit geht es in meinem nächsten Beitrag gleich weiter.

Das Leben ist seltsam (schön)

Mal schön, mal schaurig, mal schräg, finde ich gerade – ist das nun ein Zufall, dass alles mit „sch“ beginnt?

Ich habe eine Katze auf der Maus sitzen, was mich beim Arbeiten und Schreiben etwas behindert, zumal ihr Kopf im Weg meines rechten Armes ist, da kann ich nicht so gut tippen. Aber so ist das nun mal, wenn man etwas überbevölkert ist. Beim Kochen eben habe ich mir auch schon wieder fast den Hals gebrochen, als ich rückwärts über einen Hund gestolpert bin. Da ich gerade einen Weihnachtshund in Pflege habe, sind wir nun zu Dritt. Also die Hunde natürlich. Die Katzen sind immer noch recht zahlreich, wenn auch reduzierter aufgrund aktiver Exporte und Vermittlung in letzter Zeit! Unser Blacky ging ja kürzlich nach Berlin (ohne Klaus), und er hat echt Schwein gehabt, denn dort hat man festgestellt, dass er Diabetes hat, wie gut, dass er jetzt in guten Händen ist (Danke, Monika!). Von Snowy haben wir auch kürzlich gehört, jetzt Rambo, dem geht es auch gut. Aber ich will mich bemühen, euch nicht zu langweilen. So Katzengeschichten sind nicht jedermanns Sache, obwohl es auch gleich weiter unten wieder um Katzen gehen wird.

Gut, dass Lydia gerade in Athen ist. Das ist natürlich auch aus anderen Gründen gut, denn ich kann mich nach Herzenslust ausruhen (kommt allerdings eher nicht vor, ihr kennt mich ja) oder austoben (das ist eher der Fall) oder tun was ich möchte oder nicht tun was ich nicht möchte, oder einfach mal NICHT reden und zuhören müssen – da kann sich die Alleinerziehendenseele endlich erholen. Was natürlich nicht heißt, dass die Mama das Kind nicht vermisst, aber da sie das in Athen gut aufgehoben weiß – dort wird die Verwandtschaft gerade aufgewirbelt und vom ersten großen Knall mit Papa hat Lydia auch schon berichtet, „aber jetzt ist alles wieder gut“ – kann die Mama guten Gewissens den Jahresurlaub genießen. Komischerweise ist sie auch so überhaupt nicht müde, obwohl um 7 Uhr heute Morgen aufgestanden und jetzt fast Mitternacht ist – natürlich können Mütter nicht so auf Knopfdruck auf einmal länger schlafen, das steckt schon drin nach so vielen Jahren des Funktionierens.

Jetzt lerne ich also mal nicht nur zu funktionieren, sondern auch zu genießen. Das tu ich natürlich sonst auch, aber irgendwie geht es schon etwas unter im Alltag. Heute Abend hatte ich den Strand bei starkem Wind und Sandverwehungen für mich allein mit „meinen“ drei Hunden. Welch ein Luxus! Was braucht der Mensch mehr?

Nun habe ich auf dem linken Arm ein Katzenhinterbein liegen. Die Katze liegt auf meiner linken Seite und es sieht sehr ulkig aus mit der hinteren Pfote in meinem Ellenbogen. Die sind schon lustig, diese Viecher. Bringen mich immer zum Lachen. Man kann von ihnen auch lernen – so wie eben, da habe ich mich gefragt, wieso eine Katze eine Tür nur anzuschauen braucht, damit sie auf geht? Wie haben die einen so gut im Griff? Könnte ich mich auch so gut programmieren, dass ich das Leben so gut im Griff hätte?

Aber eigentlich schlage ich mich ja nicht schlecht durch, oder. Ich bin irgendwie immer zur rechten Zeit am rechten Ort, denke ich manchmal. Gestern Abend war ich mit meinen 3 Hunden spazieren – wovon übrigens 2 lustiger Weise Laila heißen, aber nicht, dass ihr denkt, die würden auch alle beide angetrabt kommen, wenn ich sie rufe – , als sie eine kleine graue Katze aufstöberten, die, was ich sehr komisch fand, nicht weglief. Besorgt ging ich dahin zurück, nachdem ich die Hunde ins Haus zurückgebracht hatte. Es war eine ganz kleine Katze in meiner Lieblingsfarbe russisch-blau. Leider hat sich mein Verdacht dann kurz darauf beim Tierarzt bestätigt, wo ich sofort hingefahren bin – sie hatte ein gebrochenes Rückgrat und musste eingeschläfert werden. Ich war sehr traurig, und mein einziger Trost war, dass ich sie noch die letzten 10 Minuten begleitet habe und sie nicht allein irgendwo verhungert ist. Oder so. So spielt das Schicksal und ich war die Glückliche, die am Tag vor Weihnachten mal eben nebenbei was für ihr Karma tun konnte.

Apropos, Katzen und Karma… wisst ihr noch die kleinen süßen Katzenbabys, die wir in Aliki gefunden und mit denen wir sogar umgezogen sind? Na das waren Zeiten, spreche ich jetzt etwa von überbevölkert??? Na ja, jedenfalls haben die einer Freundin von mir zu einem Liebhaber verholfen. Ja, ihr habt richtig gelesen. Aber mal von vorn. Die Katzenbabys gingen nämlich durch einen Freund von mir an einen netten jungen Griechen, den ich gleich unter „Merken, eventuell Liebhabermaterial“ abgespeichert und in meinen Facebookfreundeskreis aufgenommen habe. Da rede ich doch neulich mit einer verzweifelten Freundin, die schon seit (ich zitiere) 10 !!! Monaten keinen Sex mehr gehabt habe, und sie fragt mich, ob ich denn nicht irgendwelche geeigneten Männer vorschlagen könnte. Ich kramte kurz in meinem Gedächtnis, ging alle unter „Liebhabermaterial“ abgespeicherten Männer durch und schlug vor, sie möge sich doch auf Facebook mit XY befreunden. Was sie dann auch tat, worauf sie den nächsten Tag schon ein Date hatte und so weiter und so fort, den Rest könnt ihr euch sicher denken. Mission erfolgreich! Ich bin doch richtig nützlich, muss ich zufrieden feststellen!

Hinterher berichtete sie mir, er hätte gefragt, wie denn das Gespräch auf ihn gekommen sei. Sie meinte, sie konnte ja schlecht sagen, dass wir über Sex gesprochen hätten… wenn er wüsste!

Nun ja, besagter Freund, der meine Katzenbabys vermittelt hat, war dann neulich auch, auf meinen Vorschlag hin in unserem sogenannten „Tierheim“ und hat kurz darauf einem anderen Bekannten einen Hund, der schon seit März im Tierheim war, vermitteln können. Da freut man sich doch, wie das Leben so spielt und eins das andere ergibt. Und so schreibe ich demjenigen auch gleich, wenn ich erfahre, dass irgendwo ein Drucker zu verschenken ist, und schwupp ist er an einen neuen Drucker gekommen, für ganz umsonst. Eine Hand wäscht die andere.

Da fällt mir etwas Unglaubliches ein, was ich vorige Tage erlebt habe, ist zwar jetzt total aus dem Zusammenhang gerissen, aber da es mir gerade einfällt, will ich es euch nicht unterschlagen. Ich war bei der Polizei, um eine behördliche Angelegenheit für eine Bekannte, die zurzeit nicht hier ist, zu erledigen. Leider hatte die Bekannte das Formular an der falschen Stelle unterschrieben. Der Polizist – ! – malte die Unterschrift kurzerhand mit Tippex über und schob mir verdutzten Person das Formular hin mit den Worten „unterschreib… aber nicht als du, sondern als sie“. Ich versuchte so zu tun als wäre Urkundenfälschung bei der Polizei für mich das normalste der Welt, unterschrieb brav und ging zur Tagesordnung über, als wäre ich ein gewiefter Betrüger. Und wenn jemand von euch meint, mich verpfeifen zu müssen, berufe ich mich einfach auf die künstlerische Freiheit und behaupte, mir das ausgedacht zu haben (zu eurer Beruhigung, war eine ganz langweilige, bürokratische, komplett unwichtige Sache!).

So dann will ich jetzt mal für heute Schluss machen, aber erst nochmal schnell ein Frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen. Es tut mir Leid, dass ich im Moment so selten hier schreibe und Fotos veröffentliche, aber ich bin so beschäftigt… mit Leben! Ich habe ein sehr ausgeprägtes soziales Leben und bin viel unterwegs und habe einfach nicht so viel Zeit im Moment für das Internet. Aber ich habe noch ohne Ende Fotos für euch, also werde ich mich die Tage mal ganz doll ins Zeug legen und alles veröffentlichen!

“Our parents had the same concerns”

Ich habe ja in letzter Zeit desöfteren meinen Unmut über Menschen hier kundgetan. Ihr seht ja, bzw. lest einen Ausschnitt davon, wieviel “menschlicher Müll” mir täglich begegnet.

Andererseits gibt es aber auch wieder die besonderen Menschen. Und derer gibt es in meinem Leben erstaunlich viele. Wie viele liebe, tolle, herzliche, unterstützende, positive, spannende, intelligente, anregende und einfach gute, nicht böse Menschen darf ich meine Freunde nennen, sowohl hier vor Ort als auch in aller Welt. Es sind nicht mal nur meine “besten Freunde”, mit denen ich dauernd zu tun habe, es können zum Beispiel auch anteilnehmende Facebook-Freunde sein, die mir tolle, positive Impulse geben. Die ich nicht mal besonders gut kenne, wo aber trotzdem ein kleines, aber schönes Band entsteht. Oder Menschen, denen ich einmal begegnet bin – begegnet im wahrsten Sinne des Wortes -, und mit denen ich heute noch offenen, warmen Kontakt halte. Oder meine englischen oder irischen Freundinnen, mit denen ich mir gestern die Nacht um die Ohren geschlagen habe (mit 31 darf man das ;-) ), die mich so zum Lachen bringen, dass ich mich wundere, wie ich, äh wie drückt man sich hier elegant aus, geht glaube ich nicht, den Abend überlebt habe, ohne mir in die Hose zu machen. Andere, die immer in Krisenzeiten plötzlich zur Stelle sind, und die ich Tag und Nacht anrufen dürfte. Oder oder oder. Es gibt so viele tolle Menschen auf der Welt, das darf man nicht vergessen. Und ich habe das Glück, sehr viele davon zu kennen.

Morgen Abend werde ich wieder neue Menschen kennen lernen, und ich bin ganz gespannt. Kunden, die über mich ein Zimmer gebucht haben, wo sich schon im Vorfeld ein interessanter Dialog entwickelt hat. In diesem Fall geht es um ein Pärchen aus Deutschland, eine Deutsche und ihren Partner, einen Griechen, der in Deutschland lebt, aber im Sudan aufgewachsen ist. Wo er geboren wurde, habe ich vergessen, aber wir haben in diesem Dialog festgestellt, dass wir beide “made in Africa” aber für die Geburt in europäische Länder ausgeflogen worden sind. Wie er so schön zusammenfasste “our parents had the same concerns”. Ich glaube, es ist sehr selten, dass man jemanden kennen lernt, der SO ETWAS mit einem gemeinsam hat. Und die ganzen Email- sowie SMS-Kontakte waren so erfrischend, dass ich sehr gespannt bin.

Vielleicht ist das auch wieder der Beginn einer Freundschaft. Ich werde nie vergessen, wie eines Tages ein Pärchen in meiner damaligen Pension “Sakis Rooms” vor mir stand und zu mir sagte “Sind Sie Frau Blair?”. Allein aufgrund eines einzigen von mir verfassten Artikels: Eine Katze erzählt beschloss man im fernen Plankstadt, sich auf den Weg zu machen und mich kennen zu lernen. Zum Glück! Das war 2002 und seitdem sind sie Menschen, die aus meinem Leben einfach nicht mehr wegzudenken sind.

Also werde ich die 70% Idioten morgen Vormittag einfach ignorieren, sind ja auch nur noch 7,5 Wochen in etwa, mich riesig auf den Abend freuen und im Notfall meine neue Strategie anwenden. Am Samstag war ich einfach so penetrant freundlich und liebenswert zu allen, sogar den nervigsten Leuten, dass jeder Widerstand zwecklos war!

Dann wünsche ich mal gute Nacht und ab morgen eine gute Woche!

Schwarzer Tag

Geh ich grad mit meinen Hunden spazieren und begegne einer unserer Katzen (Puma), die auf einer Mauer zwischen Gebüsch thront. Als ich hingehe, um sie zu streicheln, fällt plötzlich etwas von der Mauer – direkt vor die Hunde, die sich sofort drauf stürzen, worauf das Etwas anfängt zu quietschen wie verrückt. Ich dachte, es wäre eine junge Katze oder ein Igel und zog sofort die Hunde zurück, worauf plötzlich eine Ratte davonhumpelte. Im wahrsten Sinne: humpelte.

Fällt einfach ne Ratte von der Mauer. Die hatte wohl schon unter der Katze gelitten und dann stürzten sich noch die Hunde drauf. Armes Tier. Echt kein guter Tag.

Aber keine Sorge, ich werd nicht auch noch anfangen, Ratten zu adoptieren, obwohl…………

Und der Rest des Tages

Nach der Arbeit sind Lydia und ich direkt zum Supermarkt in Marpissa gefahren, um unseren Großeinkauf zu machen. Im Auftrag, auf dem Weg nach dem Haus von Klaus und Dagmar zu schauen, ob es noch stünde oder schon abgebrannt sei.

Im Supermarkt sind wir ORIGINAL Cindy aus Marzahn begegnet, das heißt ihrem griechischen Double, denn sie sprach ja Griechisch (O-Ton Lydia “Boah ist die dick, oder schwanger?”, wie gut, dass wir noch eine Zweitsprache haben). Ich find das ja bewundernswert, wenn jemand solchen Umfanges so grell pink rumläuft!

Die Tomaten waren aus Belgien und zum Weglaufen. Ich frage mich, wer sowas IN GRIECHENLAND kauft. Es gibt an jeder Ecke den griechischen Gemüsehändler mit echten Tomaten.

Dann hatten sie dort ein schickes Fahrrad mit Elektromotor (sehr nützlich für die vielen Hügel), und ich frage mich wieder, wer sowas bei 1.400 Euro kauft (mir wurde gesagt, sie könnten einen Nachlass von 50 Euro geben)…

Wenn ihr wissen wollt, wer ein 250-g-Paket Pumpernickel für 1,80 Euro kauft, das bin ich.

Spannend, nicht wahr, unsere Erlebnisse im Supermarkt ;-).

Klaus und Dagmars Haus war noch intakt, aber als wir uns dem Feuer näherten, stellte ich mit wachsender Sorge fest, das es ganz in der Nähe von Biggie mit den Paros-Hunden gewütet hatte und sind schauen gefahren, ob bei ihr alles ok war (wie viele andere besorgte Menschen auch, so kam Biggie nach dem Feuer aus dem Quatschen nicht mehr raus und entschuldigte sich sogar, dass sie nicht vorher noch aufgeräumt hätte – ich finde, sie hätte auch gleich Kuchen backen können ;-)). Es waren einige Flugzeuge und Haubschrauber im Einsatz gewesen und man konnte sehen, wie sie das Feuer direkt an manchen Häuserwänden zum Halten gebracht hatten.

Die Gelegenheit nahmen wir natürlich wahr, um uns ihre Zöglinge anzuschauen und es grenzt an ein Wunder, dass wir ohne Tier nach Hause gefahren sind. Lydia verliebte sich gleich unsterblich in ein kleines weißes Katzenbaby und teilte Biggie sofort mit, dass sie diese mit nach Hause nehmen wollte. Der Apfel fällt ja bekanntlich nicht weit vom Stamm. Ich sehe die Tiere auch und denke und fühle einfach nur noch HABEN HABEN HABEN HABEN WOLLEN.