Was ist Glück?

In das strahlende Gesicht (m)eines fröhlichen Kindes zu schauen. Zu wissen, ich habe dieses Lachen herausgefordert.
Dieses Kind zu beobachten, wie es Freude an anderen Menschen hat und diese liebt, ohne einen einzigen schlechten Hintergedanken. Unverdorbenheit.
Den lustigen Schlussfolgerungen dieses Kindes zu folgen.

Des nachts die Blüten des tagsüber überhaupt nicht duftenden Νυχτολούλουδο ( Nachtjasmin ) zu riechen – wer das nicht kennt, hat etwas verpasst.
Täglich Griechenland zu riechen.
Täglich Griechenland zu sehen. Gibt es viel Schöneres als täglich solche Augenweiden?

Und das Licht, dieses Licht, war das schon immer so?

Interaktion mit einem bekloppten Griechen, wenn man nicht grad was von ihm braucht…
Wärme, mit denen Menschen einen zuweilen überschütten, ohne dass man etwas dafür leisten musste… eine warme Seelendusche.
Menschen wiedersehen, die man seit 2 Jahren nicht mehr gesehen hat, und sich nicht fremd, sondern sich genau so wohl fühlen, als wenn man sich gestern erst gesehen hätte.
Zu wissen, dass diese Menschen für einen da sind und einem positive Energie geben.

Nachts am Strand unter einer Tamariske zu sitzen und Rotwein zu trinken, ohne Zeitdruck und ohne Mücken. Tamarisken können übrigens von Salzwasser leben.

Der liebende Blick meines Hundes, ein Liebesbiss meiner Katze, Kaninchen, die denken, sie sind Katzen und die ins Katzenklo scheißen. Sie rühren mich und bringen mich zum Lachen.

Mein Kind, das ich ein ums andere Mal kitzeln muss, obwohl es vor lauter Lachen schon nicht mehr kann.
Der staunende Blick meines Kindes ob des Πουλάκι’s meines schwulen Freundes am FKK-Gay-Strand.

Die griechische Sprache, die in meinen Ohren so wunderschön klingt wie als ich sie noch nicht verstand; besonders bei einem Radiomoderator mit sexy Stimme zum Dahinschmelzen.

Meine Idealvorstellung vom Glück: Strand, Sonnenuntergang, griechische Musik und sich dem Moment hingeben und griechische Tänze tanzen, wie Alexis Sorbas. Diesen Moment kann ich mir genau vorstellen, aber soweit bin ich noch nicht. So kann ich mich dem Augenblick nicht hingeben. Noch nicht. Vielleicht bin ich ja dafür hier, um das zu lernen.

Es hat viel mit Griechenland zu tun, mein Glück.