Ein wunderbares Buch: “Die Gabe der Zeichnerin”

Meine Amazon-Rezension zu Die Gabe der Zeichnerin: Historischer Roman:

Was wäre, wenn…? Eine tolle Idee: Ja, so hätte es sein können. Ein wunderbares Buch zum Eintauchen und Träumen, und dazulernen tut man auch, wenn man in Geschichte nicht so firm ist (wie ich z.B.!).

Ich muss sagen, dass mich die Rezensionen mit langer Inhaltsangabe hier sehr langweilen. Wozu? Wenn ich das Buch kaufen möchte, möchte ich mich auch ein wenig überraschen lassen und nicht im Voraus schon alles “wissen”, weil bereits in den Rezensionen auseinandergenommen, *gähn*. Die Produktbeschreibung sagt meiner Meinung nach bereits genug aus.

Ich bin froh, dass ich unbefangen und ohne allzu viel Vorwissen in dieses Buch hineingegangen bin. Ich bin sofort abgetaucht in diese andere Welt, was mir Dank des überragenden Erzähltalents der Schriftstellerin ohne Probleme gelungen ist. Keine langen, trockenen Beschreibungen von Gebäuden oder geschichtlichen Verhältnissen, aber doch genug, um beeindruckt zu sein, nein, mehr noch, mich tief verneigen zu wollen vor dem historischen Wissen von Frau Kempff, und außerdem alles zu verstehen. In diesem ein wenig märchenhaft angehauchten Roman liest man viele “weise” Sätze, die zum Nachdenken anregen. Eine wichtige Erkenntnis für mich: So unterschiedlich sind die Religionen nicht. Könnte man nicht auch heute ein ähnlich tolerantes und sich gegenseitig akzeptierendes Miteinander anstreben? Schön wäre es. Und: Ich bin heilfroh, dass ich hier und heute lebe und als Frau alle Chancen habe, zu studieren/arbeiten/machen, was ich möchte.

Das Buch ist außerdem so spannend, dass ich beim Lesen teilweise sogar Herzklopfen hatte und nicht schnell genug vorankam. Sprachlich ebenso eine Freude: die gewohnte Martina-Kempff-Qualität.

Meine Zusammenfassung also: PRÄDIKAT.UNBEDINGT.EMPFEHLENSWERT. Ein Buch, das noch lange nachwirken wird.