“Dein Kind ist ein Traum”

“Dein Kind ist ein Traum”, sagte mir einer der Filmcrew am Wochenende.

Ein Traum, der sich für mich fast ausgeträumt hätte, als ich nach langem Drehtag am Sonntag von Naoussa Richtung Parikia fuhr. Fast wäre nämlich ein quietschblauer und tiefergelegter Scheiß-BMW frontal mit mir zusammengestoßen. Auf einer Strecke von ca. 100m vor mir hatte er bei überhöhter Temperatur komplett die Kontrolle verloren und konnte nur knapp vor mir das Steuer nochmal herumreißen. Ich hatte eine Vollbremsung hingelegt und stand da wie das Kaninchen in der Falle, starrte elendig lange Zehntelsekunden lang auf die Straße vor mir in der ungläubigen Annahme, dass es für mich gleich vorbei sein würde, da ich keine Chance hatte, auszuweichen.

Ich bin für zwangskastrieren. “Total krass” das Urteil der Filmcrew, die im Auto hinter mir waren (aber zum Glück genug Abstand hatten).

Da wird dann alles andere irgendwie unwichtig. Wie man im Fernsehen nun rüberkommen wird, ob Leute kommen oder die Saison ausfällt und wir hungern müssen – das wird irgendwie schon weitergehen.

Hauptsache, ich kann mein Kind weiter aufwachsen sehen, egal wie, egal wo.