Lebensrettung für Nachteulen!

Denkst du eigentlich auch, der Spruch “der frühe Vogel kann mich mal” ist dir auf den Leib geschneidert? Das habe ich auch immer gedacht und Morgen für Morgen den Wecker verflucht, der mich – leider viel zu früh – aus dem Schlaf gerissen hat. Nun habe ich seit etwa 2 Jahren eine lebensrettende sogenannte “Wake-up Lampe”, die Morgenlicht simuliert, das sich langsam steigert und einen auf natürliche Weise allmählich wach werden lässt, bevor ein Weckergeräusch deiner Wahl angeht. Damals wusste ich gar nicht, dass es so etwas gibt, sondern bin nach langem Googlen nach einem nicht ganz so ätzenden Wecker darauf gestoßen.

Was eine Erleichterung! Nun werde ich sanft und langsam wach, bevor der Wecker losklingelt (und wenn doch, macht es nix, da ich es auf Vogelgezwitcher eingestellt habe!) und kann mir schon fast einreden, ich sei der geborene Frühaufsteher (lach).

Diese Lampe habe ich damals für ca. 130 Euro gekauft, und zufällig habe ich gerade gesehen, dass es sie aktuell bei Tchibo im Angebot gibt. Einfach nach unten scrollen bis zur “Wake-up Lampe”. Es lohnt sich!

Macht ja nix!

Ungefähr 3000 Kalorien reicher falle ich sehr bald nach einem wunderschönen, glücklich machenden Geburtstag ins Bett. Nachdem ich eben noch etwas bei Facebook schauen und antworten muss. Viele liebe Glückwünsche, und über jede einzelne habe ich mich gefreut. Ich werde nie wieder denken, die anderen merken es eh nicht, wenn ich mal nicht gratuliere. Man merkt es vielleicht nicht, wenn jemand NICHT schreibt, aber man freut sich doch über jeden einzelnen Glückwunsch, der gekommen ist.

“Ich bin jetzt fertig”, sagt das Kind. “Hmmm, hmmm, die Mama, noch schreibend.
“Ich habe auch meine Zähne geputzt”, sagt das Kind und die Mutter wieder: “Hmmm, hmmm.”
“Ich gehe jetzt in mein Zimmer und mache eine Kissenschlacht”, sagt das Kind.
Darauf die Mama: “Wie, jetzt so ganz allein?”
Da lacht das Kind. “Ich wollte nur wissen, ob du wieder “Hmmm, hmmm” sagst, oder ob du mir zuhörst.”
Kluges Kind. Heute Mittag hat es ja schon mit Gratulanten telefoniert, als ich noch nicht zurück von der Arbeit war. Sagt meine Freundin später zu mir: “Mit Lydia kann man schon richtige Gespräche führen. Wie mit Erwachsenen! Gratulation zu dem Kind!”
Später frage ich Lydia: “Worüber habt ihr eigentlich geredet?”
Da antwortet sie: “Na ja, worüber Erwachsene halt so reden!”
Warum ich mich dann weggeschmissen habe, hat sie dann allerdings nicht wirklich verstanden….

Aber zurück zum Geburtstag. “Macht ja nix”, meint das Kind tröstend heute Morgen im Badezimmer.
“Halbzeit? Hoffentlich noch nicht!”, denkt die Mama angesichts der furchteinflößenden Zahl 45.

Mit der noch furchteinflößenderen Zahl von mindestens 3000 zu mir genommenen Kalorien gehe ich jetzt allerdings schlafen – rundum glücklich ob eines gelungenen Tages mit vielen lieben und herzlichen Menschen in meinem Leben. Und einigen wunderschönen Geschenken, über die ich mich sehr gefreut habe.

Danke, liebes Universum

Abendbrot ohne Alkohol

Aus einer Unterhaltung zwischen zwei über Vierzigjährigen, die sich verabreden wollen:“…. nicht mitten in der Woche, letztes Mal bin ich so abgestürzt! Aber ein Abendbrot ohne Alkohol geht immer!”

Nach einem schönen Tag ein schöner Sonnenuntergang, wie üblich an unserem See.
Der Mond nimmt auch wieder zu – viel Schlechtes haben wir hinter uns gelassen zum Neumond.
Die neue Leckerlitasche für Fenja ist totaaaaaaaaaaaaal praktisch!
und um den Sommer zu unterstützen, gibt es ein wenig bunten Lack für die Nägel :-)
Der Lacher des Tages war bei der Arbeit:
Eine Kundin heute: “Machen Sie das jetzt?”
Ich: “Wie meinen Sie das?”
Sie: “Was haben Sie denn mit dem jungen Mann gemacht, der sonst immer hier war?”
Na, geknebelt und gefesselt hinten eingesperrt, was sonst *lach*
Ich: “Das ist der Chef, und der ist grad im Urlaub. Aber den jungen Mann richte ich ihm gern aus ;-)”
Und gute Nacht allerseits!

Die Blume und der Fisch

Heute fing der Tag durchwachsen an. Zunächst war es nebelig, aber das macht mir keine großen Sorgen, denn Nebel lichtet sich ja meistens, und dann wird der Tag schön. Dann hatten wir lauter doofe Kunden bei der Arbeit, einer schlimmer als der andere (“wie” sagt man hier in der Gegend auch gern statt “als” – und ich stand selbst gerade kurz davor!).

Und das, obwohl es eigentlich ruhig hätte zugehen dürfen. Ich war nämlich gestern Abend aus, nur kurz was trinken, aber in meinem fortgeschrittenen Alter sollte man das wohl besser lassen, wenn man den nächsten Tag arbeiten muss. Ich habe auch alle weiteren Termine für diese Woche abgesagt. Aber das nur nebenbei bemerkt.

Die Krönung des Tages, schon recht früh, war eine Junkiefrau, die höchst unfreundlich anrief und ohne zu grüßen mit der Tür ins Haus fiel, ob wir an ihrem Rucksack einen Reißverschluss austauschen könnten (ich erinnere: ich arbeite in einer Schuhmacherei). Auf meinen Einwand, das müssten wir uns erst anschauen, bevor wir uns verbindlich äußern könnten, legte sie genervt auf. Ohne sich zu verabschieden natürlich. Als sie kurz darauf im Laden erschien, war meine Erleichterung groß, dass wir ihren Synthetik-Rucksack eh nicht würden bearbeiten können. Wir machen Leder, und fast nur Leder, mit wenigen Ausnahmen.

Also war sie noch genervter und forderte mich im Befehlston auf, ein Telefonbuch herzuholen und sie woanders hinzuschicken. Leider, oder zum Glück, haben wir kein Telefonbuch und ich muss gestehen, meine Kooperationsbereitschaft sank rapide gen Null, so dass ich auch nicht Google zurate zu ziehen gedachte. Worauf sie dann, nachdem wir ja angeblich die 10. Annahmestelle gewesen wären, die ihr die Hilfe verweigerte, zur 13. weiterfuhr. Was mit den zweien dazwischen war, habe ich nicht mehr fragen können, da sie irgendwas mit Scheiße rufend zu ihrem Auto lief, das ganz krass fast mitten auf dem Schlossplatz abgestellt war. Na, wo waren die Politessen, die sonst immer auf und ab laufen!

Ein anderer Kunde brachte einen fast komplett auseinanderfallenden Lederrucksack und meinte im Brustton der Überzeugung, unser Chef und Meister würde ihm einen neuen herstellen, wenn der nicht zu reparieren wäre (war er nicht). Ich weiß es besser, verkniff mir aber eine eindeutige Antwort darauf. Auf jeden Fall muss er eh warten, da der Chef gerade Urlaub macht (weshalb ich gerade Vollzeit arbeite, aua, meine Beine ;-) ). Sagte er: “dann benutz ich ihn halt so weiter für meine Schweine”. Fragte ich: “was machen Sie denn mit Ihren Schweinen?”. Sagte er: “na töten natürlich!”. Na super. Und das mir!

Nach diversen schwierigen, aber auch angenehmen Kunden kam dann der Highlight kurz vor Feierabend. Ein reizender junger Mann, gutaussehend, freundlich und offen, mit dem wunderschönen Nachnamen “Blume”, kam seine Schuhe abholen. Da mir sein Name schon besonders gefallen hatte, habe ich ihn auch gleich wiedererkannt. Er hinterließ eine freundliche Stimmung, die bis lange nach Feierabend währte.

Als ich ganz entspannt später mit dem Rad vom Einkaufen nach Hause fuhr, in unserer hübschen Stadt an einem der zahlreichen Seen vorbei, muste ich in letzter Sekunde einer Angel ausweichen. Oops. Fast hätte ich sie an den Kopf gekriegt.
Ich: “das sollte noch nicht mein Ende sein!”
Der Angler: “wärst aber ein schöner Fisch gewesen!”

Das war doch dann mal ein fröhlicher Ausklang eines langen Tages (aua, meine Beine!). Und ich habe beschlossen, mir an Herrn Blume ein Beispiel zu nehmen. Wie schön ist es doch, wenn Menschen so positive Energie verbreiten!

Aller Anfang ist schwer !

Na, so ganz überzeugend klinge ich heute natürlich nicht, wenn ich vom Anfang spreche. Dem Anfang von was? Ja, davon, den Blog zu neuem Leben zu erwecken. Lang, lang ist’s her, dass ich hier wirklich aktiv war. Im Mai, genau genommen. Warum? Nun ja, in erster Linie, weil es uns gut geht. Mir gut geht. Früher habe ich ja viel geschrieben, um etwas loszuwerden.

Selbstportrait

Durch das Schreiben, dadurch, dass ich etwas Abstand zu einem Thema gewinnen konnte, indem ich es aus einem humorvollen Blickwinkel beschrieben habe, habe ich viele Dinge verarbeiten und ertragen können. Und dann gibt es ja noch Facebook. Den Zeitfresser, da kann man mal eben schnell Fotos hochladen, schauen, wie es den anderen so geht, ein paar humorige Sätze mit Freunden wechseln, seine Stimmung in wenigen Worten in die Welt hinausposaunen. Kurzum: der Kontakt ist da, mit vielen, vielen lieben Freunden, mit der Außenwelt, mit dem Universum. Aber es sind ja nicht alle Freunde dort, und wie ihr ja wisst, ist das Schreiben eine meiner größten Leidenschaften, die auf Facebook definitiv zu kurz kommt, also habe ich mir vorgenommen, mich mal wieder um meinen Blog zu bemühen. Eine schöne Tradition, um die es schade wäre, wenn sie einschliefe. Finde ich.

Jetzt war ich nach einer Operation am Fuß gerade 2 Wochen krankgeschrieben und so hatte ich etwas Zeit, Muße und Ruhe – ich DURFTE ja auch den Hummeln in meinem Hintern nicht nachgeben – um mich damit zu befassen. Ich musste updaten, updaten, updaten, und das geht bekanntlich nur mit etwas Ruhe und vor allem ZEIT am Stück. Jetzt bin ich ein ganzes Stück weitergekommen und kann nun wieder posten – und auch wenn 1000e von Fotos mich hier quasi erschlagen haben, werde ich mich bemühen, auch sie mit euch zu teilen. So viele schöne Dinge haben wir im letzten Jahr erlebt und darum natürlich auch vieles fotografisch festgehalten. Ich kann ja bekanntlich nicht einen Schritt ohne Kamera gehen – was zu vielen lustigen Kommentaren führt wie “warum fotografierst du ‘jetzt’, oder je nachdem, wer fragt, ‘immer’ dein Essen?”.

Lecker FrühstückOder O-Ton Lydia: “Mama, musst du schon wieder den Sonnenuntergang fotografieren?” Ja, ich muss. Es tut mir Leid. Auch wenn wir nicht mehr in der Ägäis leben gibt es viele, sehr viele schöne Sonnenuntergänge, die die Mama fotografieren muss. Da kann man schon wieder dehnen, wie man möchte, da gibt es kein Pardon. So hat jeder so seine Süchte. Ich finde Fotografier- und Facebook-Sucht nicht so schlimm wie diverse andere. Ich könnte da ja jetzt weit ausholen, aber wer mich kennt weiß, auf was ich mich beziehe. Thema Sucht eben. Es könnte viel, viel schlimmer sein.

Unser See

Gewidmet einem lieben Menschen aus unserer Vergangenheit.

Aber zum Glück haben wir ja die unschönen Zeiten hinter uns gelassen und unser Fazit nach einem Jahr Deutschland ist:
es ist grandios! Wir lieben es. Ich habe es keine Sekunde lang bereut. Alles ist viel einfacher. Ich habe die Existenzängste hinter mir gelassen, den Behördenstress, die Angst, den Hubschrauber rufen zu müssen, wenn mein Kind auch nur annähernd danach aussah, als wenn es einen Arzt brauchte (mein Lieblingssatz von früher: “Lydia, denk dran, wir wollen jetzt nicht mit dem Hubschrauber nach Athen fliegen!” liegt mir zwar manchmal auf der Zunge, aber dann fällt mir ein, dass wir ja jetzt eine andere Infrastruktur zur Verfügung haben). Ich finde es immer noch total klasse, dass ich Wochenenden habe! Und Urlaub! Und Feiertage! Und die werden sogar bezahlt! Hammer!

Die berühmtberüchtigte Praxisgebühr von 10 Euro bezahle ich auch gern, daran denkend, dass meine Rückenschmerzen mit genau diesen plus 17 Euro für 5 Sitzungen Krankengymnastik “geheilt” wurden – wo ich mir in Griechenland doch fast den Magen kaputt gemacht habe durch monatelange Einnahme von 100er Voltarentabletten, die, zusammen mit teurer Physiotherapie (40 Euro pro Sitzung!), nur so viel brachten, dass ich mich bis mittags hinlegen musste, weil ich sonst nicht mehr laufen konnte. Und ich genieße den zivilisierten Umgang mit mir, dem Patienten. Wenn ich Leute hier nur meckern höre über “das Sch…gesundheitssystem” könnte ich mich vor Lachen so verschlucken, dass ich eben das in Anspruch nehmen müsste. Ihr habt ja gar keine Ahnung.

Lydia im Whirlpool

Lebenslust und Freude pur!

Aber das ist auch gut so, denn es macht das Leben viel, viel leichter. Ich bin locker, wenn etwas nicht klappt – habe ich mich doch in Griechenland jahrelang darauf programmiert, dass eigentlich nie etwas klappt und es sich nicht lohnt, sich aufzuregen -; aber meistens klappen die Dinge ja doch. Wenn in Griechenland ungefähr 9 von 10 Berserke im Straßenverkehr waren, dann ist es hier eben nur einer von 100, so stressfrei ist das Autofahren. Und Parken. Behördengänge sind stressfrei, absolut, hier in Oldenburg jedenfalls zieht man eine Nummer und kommt sofort dran. Ich wundere mich auch immer noch, dass sie dort freundlich sind und mir nicht jedesmal sagen, jetzt fehlt noch dieses oder jenes. Die Schule ist viel einfacher; in Lydias Klasse sind nur 13 Kinder, was ein Luxus, und sie sind dort viel behüteter. Die Hausaufgaben dürfen auch nur maximal 38 Minuten dauern.

Aber ich komm ins Schwafeln. Das muss nicht sein. Lieber mal ein paar Fotos suchen und Anekdoten dazu erzählen. Wir haben ja zum Beispiel einen wunderbaren Urlaub hinter uns – 2.300 km durch Deutschland gefahren, bin ja “autobahngeil”. In der Tat bekomme ich jedes Mal Hochgefühle, wenn ich auf die Autobahn fahre, und ich glaube, mein Fernweh wurde in 15 Jahren auf einer kleinen Insel so verdrängt, dass es jetzt umso mehr zutage kommt – Hummeln im Hintern ist kein Ausdruck für meinen “Zustand”.

Uns geht es gut :-)

Himmelsansichten

Nun wäre es ein wenig unrealistisch, wenn alles toll wäre; das nähme mir ja keiner ab. Also seien am Rande auch mal die unschönen Dinge erwähnt, aber wirklich nur am Rande und total unwichtig, eigentlich ;-). Traurig waren einige Trennungen von vermeintlichen “Freunden” – die aber offensichtlich mal wieder notwendig waren. Unsere Mitbewohnerin samt Tochter musste leider ausziehen und wir gehen unseren Weg weiter allein, und ein paar weitere “Freunde” mussten verabschiedet werden. Wer sich nicht weiter mit-entwickeln möchte oder meint, ich passe nicht mehr in sein Schema, der soll bitte wegbleiben und mich mein Leben so leben lassen, wie ich es möchte. So handhaben wir es immer, und es erstaunt mich doch immer wieder, wie sehr sich Menschen über das Leben eines anderen ereifern können, und wie oft es eigentlich nötig ist, “aufzuräumen”. Aber wir haben ja einige neue Freunde dazugewonnen sowie das Glück, viele alte Freundschaften weiter pflegen zu dürfen.

Ja, das Leben geht weiter, und das ist mal wieder der Beweis dafür, dass auch, wenn man manchmal meint, es ist zu düster, um es auszuhalten: es lohnt sich doch, dranzubleiben, am Leben :-).

Danke

Wie jedes Jahr ist es mir an Silvester wichtig, auszumisten und mit weniger Müll sowie positiven Gedanken ins neue Jahr zu gehen. Menschen, die nicht mehr dazugehören werden genauso gestrichen wie alte Kleider weggeworfen. Altpapier, Müll, Altglas, alles raus aus dem Haus, symbolisch möchte ich einfach nicht mit Altlasten ins neue Jahr gehen.

Ob es hilft ist natürlich eine andere Sache. Leider waren die letzten 2 Versuche diesbezüglich nicht so erfolgreich. 2010 und 2011 waren, gelinde gesagt, nicht besonders prickelnd, so dass ich jetzt etwas skeptisch bin, und da ich ja von je her ungern Silvester gefeiert habe, heute nicht besonders glücklich ob der Tatsache, dass eben Silvester ist. Und ich fröhlich sein muss und anstoßen. Auf was eigentlich? Dass das vergangene Jahr vorbei ist? Ok, gern. Aber aufs neue Jahr? Da kann ich doch noch nicht drauf anstoßen, weil ich noch nicht weiß, wie es wird. Aber wie sagt Biggie so schön und weise in ihrem jungen Alter, eigentlich hat man ja jeden Tag die Gelegenheit für einen Neuanfang und für gute Vorsätze und Ausmisten. Na ja so ungefähr jedenfalls habe ich es aufgefasst. So gesehen hätte ich eigentlich im August Silvester feiern sollen, denn da wendete sich das Glück für mich – und es wurde stetig besser statt schlechter.

Wahrscheinlich seit längerer Zeit, als ich zugeben möchte, spukte der Satz „etwas muss sich ändern“ in meinem Kopf herum. Und eines Tages beschloss ich, als diese Tatsache einfach nicht mehr zu übersehen war, das Universum anzurufen und um Zeichen zu bitten. Die Zeichen kamen, und wie. Meine Facebook-Freund waren dabei.

Die letzten 3 Monate waren definitiv die besten seit langem. In Deutschland fühle ich mich wohl, wir haben Spaß, die Fluten in Form von Alpträumen haben so gut wie aufgehört, und ich kann zuversichtlich, wenn auch mit einem weinenden Auge, ins neue Jahr gehen. Wie sagt Khalil Gibran so treffend,

(…)
“Je tiefer sich das Leid in euer Sein eingräbt, desto mehr Freude könnt ihr fassen.”
(…)

Ja, und viele andere schöne Worte hat er von sich gegeben, aber ich will mich jetzt mal auf mein eigentliches Anliegen konzentrieren. Er hat tatsächlich Recht. Die beiden Dinge liegen direkt beieinander. Nur wer mich gut kennt, weiß, dass hinter dem Lachen auch ganz viel Trauer steckt, hinter dem Humor ganz viel Schmerz. Aber das wird wohl noch eine ganze Weile so bleiben, und irgendwie ist es ja auch schön, denn so sind die geliebten Menschen nicht ganz weg.

Aber was ich jetzt eigentlich sagen wollte ist, Danke.

Nun werde ich sicher den einen oder anderen vergessen aufzuzählen, denn ich bin mit zahlreichen tollen Menschen in meinem Leben gesegnet, und ich säße bestimmt noch nächstes Jahr daran, wenn ich wirklich ALLE erwähnen wollte. Und das wäre ein Unterfangen, mit dem ich dann gar nicht erst anfangen würde.

Also, bitte nicht böse sein, wenn ich jemanden „vergessen“ haben sollte…

Mein ganz besonderer Dank gilt

  • dem Universum, das viele ganz besondere „Zufälle“ zur rechten Zeit vorbei geschickt hat;
  • Frank und Petra, die zur rechten Zeit am rechten Ort Urlaub machten, so dass ich bereits einen neuen Arbeitgeber hatte, bevor ich überhaupt entschieden hatte, in welche Stadt ich (zurück)ziehe. Es ist schon erstaunlich, wie so manche Begegnungen mit Menschen die ganze Zukunft beeinflussen können – und wer weiß, wie es so weitergeht, hier in Oldenburg, unserer neuen Zufallswahlheimat;
  • Gaby, die mir immer in akuten Notfallsituationen hilft und mich bei dem schwersten Gang meines Lebens begleitet hat – nämlich mich für immer von meinem Vater zu verabschieden, ein paar Wochen bevor er starb und wir noch nicht entschieden hatten, Griechenland ganz zu verlassen – nach wie vor kann ich dieses nicht ohne Tränen schreiben;
  • Kirsi und Martin, die mir zwar überrascht aber spontan und hilfsbereit zur Seite standen bei Haus- und Autoangelegenheiten, als ich im August durch Deutschland rauschte und so viel in kurzer Zeit organisieren musste, um in „ihre“ Stadt zu ziehen;
  • meiner Mutter, die schon weiß, warum;
  • Martina Kempff, die mir seit Jahren immer mit Rat und Tat und sowie positiver Unterstützung zur Seite steht, egal, wie ich mich entscheide, und ihrem Mann Michael;
  • Biggie, die aus ihrer Sicht sicher am unrechten Ort zur falschen Zeit Urlaub machte, aber mir die wohl schwerste Zeit meines Lebens durchzustehen half, und die mich immer so schön zum Lachen bringt;

– Und nun wird es chaotisch und hat eigentlich keine Reihenfolge mehr, weil mir die Menschen an meiner Seite schneller einfallen, als ich tippen kann -;

  • Kate, meiner Herzensschwester, die mich bei sich wohnen ließ, meine Hunde beherbergte und uns unsere letzte Katze abnahm, die wir nicht mitnehmen konnten, und der ich noch einiges andere zu verdanken habe – Kate you know what I have to thank you for, and only you know how much I miss you! –
  • Kay, der mir auf seine Weise in schweren Stunden zur Seite stand, und der sich auch für den einen oder anderen Hinterntritt nicht zu schade war;
  • Ilka Seidel, die als langjährige Freundin und meine „Versicherungstante“ den Überblick behielt und mir viele Dinge erheblich erleichterte;
  • Delia und Herry, die fast meine gesamte Habe in ihrem großen Wagen nach Deutschland mitgenommen und eine Weile gelagert haben, so dass ich nicht komplett neu anfangen musste,
  • Peter, Jacob, Dagmar & Eltern, Norbert und Kate, die mir mit tatkräftiger Umzugshilfe beigestanden haben (O-Ton Peter „denk dran, das musst du alles neu kaufen, wenn du es nicht mitnimmst”), sowohl in Griechenland als auch in Deutschland;
  • Petra Guckelsberger, mit der ich noch vor meiner Zeit in Griechenland schöne, verrückte und lustige Reisen nach Südfrankreich unternommen habe, und die spontan entschied, uns für unsere letzte Abschiedsfahrt nach Griechenland zu begleiten, und der wir für immer dankbar dafür sein werden (und die unsere „Arche Noah“ in die Fahrt mit „Hund, Katze, Maus“ umtaufte);
  • Silvia und Jürgen, die mir immer ganz besonders zur Seite standen und mich positiv unterstützen, egal wie ich mich entscheide, und die mir halfen, mehrere meiner Katzen unterzubringen (wie sie mir in den ganzen Jahren, zumindest seit 2002, tierschutzmäßig unglaublich behilflich waren);
  • PcPete und Ulrike, Gillian, Orit und Kate, die wissen, in welch schweren Stunden sie mir, und nicht nur mir, ihre Unterstützung boten;
  • Petra Scheiblich, Kirsten Arkoulis, Michaela Shuku vielen Dank für eure Tipps, euren Rat und eure tatkräftige Hilfe, obwohl ich euch verließ – ich vermisse euch auch –;
  • Daniela de Matteis, die mir immer mit gutem Beispiel vorangeht – von dir habe ich gelernt, „geht nicht“ gibt’s nicht;
  • Lydias Vater, der uns keine Knüppel zwischen die Beine warf und seine Tochter ohne Querstellen in ein anderes Land ziehen ließ;
  • Eranie und Ela, Hannelore, Daniela Riess-Christou, Herbert Fittinghoff und Christine Bietz, Petra Be, die mich immer positiv unterstützen – mit Rat, Tat und Motivation, ebenso für euer Mitgefühl;
  • Renata und Vicky, unseren besonderen Freunden aus Paros, die sich zusammen mit uns auf das Abenteuer Deutschland eingelassen haben und uns jetzt  – in unserer WG – das Gefühl geben, eine richtige Familie zu sein, und die mit uns lachen bis zum Abwinken;
  • Unseren neuen Freunden und Nachbarn in Oldenburg, besonders Werner, Lynn, Wenke, Kerstin und Gabriela – natürlich auch wieder Frank und Petra – dass ihr uns das Gefühl gebt, willkommen zu sein – und Britta leider hatte ich noch keine Zeit für ein Treffen, ich hoffe, wir schaffen es sehr bald!
  • George Gritsis für immer tolle Unterstützung, guten geistigen Austausch und pragmatische Unterstützung in Sachen ich gegen (griechischen) Vermieter;
  • Meinen alten Freunden Gaby, Ilka Seidel, Ilona und Daniela Schaa, Holger – leider habe ich es noch nicht geschafft, mich bei allen zurückzumelden -, dass ihr uns wieder mit offenen Armen empfangen habt – es ist für mich der absolute Luxus, mich „mal eben“ mit euch treffen zu können –;
  • Ralf Dorschel für die immer positive, ehrliche und humorvolle Unterstützung, auch wenn ihm mal nicht gefällt, was ich so tue;
  • Susanne und Andreas Michels für eure Freundschaft, die sich einfach so im „real life“ fortsetzen ließ;
  • Sandra Wykhoff für viele aufbauende Worte;
  • Meinem Onkel Dieter und meinen Cousins sowohl in Deutschland als auch in England, die mich herzlich willkommen geheißen haben;
  • Elke Gillich, die mir in früheren Jahren viel beigebracht hat, das mir jetzt nützlich war, und die stets eine inspirierende Freundin ist;
  • Sowie „meine“ gesamte Facebook-Gemeinde und Blog-Leser, die mir sowohl mit konstruktiver Kritik als auch Tipps und Rat und Tat zur Seite stehen!

Und nun verließen sie ihn, ich muss mit den Kindern das Abendessen vorbereiten.

Aber nicht, ohne noch ein abschließendes Zitat, denn… was wäre mein Leben ohne Menschen?

‎”Some people go to priests; others to poetry; I to my friends.”  ~ Virginia Woolf