Abendbrot ohne Alkohol

Aus einer Unterhaltung zwischen zwei über Vierzigjährigen, die sich verabreden wollen:“…. nicht mitten in der Woche, letztes Mal bin ich so abgestürzt! Aber ein Abendbrot ohne Alkohol geht immer!”

Nach einem schönen Tag ein schöner Sonnenuntergang, wie üblich an unserem See.
Der Mond nimmt auch wieder zu – viel Schlechtes haben wir hinter uns gelassen zum Neumond.
Die neue Leckerlitasche für Fenja ist totaaaaaaaaaaaaal praktisch!
und um den Sommer zu unterstützen, gibt es ein wenig bunten Lack für die Nägel :-)
Der Lacher des Tages war bei der Arbeit:
Eine Kundin heute: “Machen Sie das jetzt?”
Ich: “Wie meinen Sie das?”
Sie: “Was haben Sie denn mit dem jungen Mann gemacht, der sonst immer hier war?”
Na, geknebelt und gefesselt hinten eingesperrt, was sonst *lach*
Ich: “Das ist der Chef, und der ist grad im Urlaub. Aber den jungen Mann richte ich ihm gern aus ;-)”
Und gute Nacht allerseits!

Die Blume und der Fisch

Heute fing der Tag durchwachsen an. Zunächst war es nebelig, aber das macht mir keine großen Sorgen, denn Nebel lichtet sich ja meistens, und dann wird der Tag schön. Dann hatten wir lauter doofe Kunden bei der Arbeit, einer schlimmer als der andere (“wie” sagt man hier in der Gegend auch gern statt “als” – und ich stand selbst gerade kurz davor!).

Und das, obwohl es eigentlich ruhig hätte zugehen dürfen. Ich war nämlich gestern Abend aus, nur kurz was trinken, aber in meinem fortgeschrittenen Alter sollte man das wohl besser lassen, wenn man den nächsten Tag arbeiten muss. Ich habe auch alle weiteren Termine für diese Woche abgesagt. Aber das nur nebenbei bemerkt.

Die Krönung des Tages, schon recht früh, war eine Junkiefrau, die höchst unfreundlich anrief und ohne zu grüßen mit der Tür ins Haus fiel, ob wir an ihrem Rucksack einen Reißverschluss austauschen könnten (ich erinnere: ich arbeite in einer Schuhmacherei). Auf meinen Einwand, das müssten wir uns erst anschauen, bevor wir uns verbindlich äußern könnten, legte sie genervt auf. Ohne sich zu verabschieden natürlich. Als sie kurz darauf im Laden erschien, war meine Erleichterung groß, dass wir ihren Synthetik-Rucksack eh nicht würden bearbeiten können. Wir machen Leder, und fast nur Leder, mit wenigen Ausnahmen.

Also war sie noch genervter und forderte mich im Befehlston auf, ein Telefonbuch herzuholen und sie woanders hinzuschicken. Leider, oder zum Glück, haben wir kein Telefonbuch und ich muss gestehen, meine Kooperationsbereitschaft sank rapide gen Null, so dass ich auch nicht Google zurate zu ziehen gedachte. Worauf sie dann, nachdem wir ja angeblich die 10. Annahmestelle gewesen wären, die ihr die Hilfe verweigerte, zur 13. weiterfuhr. Was mit den zweien dazwischen war, habe ich nicht mehr fragen können, da sie irgendwas mit Scheiße rufend zu ihrem Auto lief, das ganz krass fast mitten auf dem Schlossplatz abgestellt war. Na, wo waren die Politessen, die sonst immer auf und ab laufen!

Ein anderer Kunde brachte einen fast komplett auseinanderfallenden Lederrucksack und meinte im Brustton der Überzeugung, unser Chef und Meister würde ihm einen neuen herstellen, wenn der nicht zu reparieren wäre (war er nicht). Ich weiß es besser, verkniff mir aber eine eindeutige Antwort darauf. Auf jeden Fall muss er eh warten, da der Chef gerade Urlaub macht (weshalb ich gerade Vollzeit arbeite, aua, meine Beine ;-) ). Sagte er: “dann benutz ich ihn halt so weiter für meine Schweine”. Fragte ich: “was machen Sie denn mit Ihren Schweinen?”. Sagte er: “na töten natürlich!”. Na super. Und das mir!

Nach diversen schwierigen, aber auch angenehmen Kunden kam dann der Highlight kurz vor Feierabend. Ein reizender junger Mann, gutaussehend, freundlich und offen, mit dem wunderschönen Nachnamen “Blume”, kam seine Schuhe abholen. Da mir sein Name schon besonders gefallen hatte, habe ich ihn auch gleich wiedererkannt. Er hinterließ eine freundliche Stimmung, die bis lange nach Feierabend währte.

Als ich ganz entspannt später mit dem Rad vom Einkaufen nach Hause fuhr, in unserer hübschen Stadt an einem der zahlreichen Seen vorbei, muste ich in letzter Sekunde einer Angel ausweichen. Oops. Fast hätte ich sie an den Kopf gekriegt.
Ich: “das sollte noch nicht mein Ende sein!”
Der Angler: “wärst aber ein schöner Fisch gewesen!”

Das war doch dann mal ein fröhlicher Ausklang eines langen Tages (aua, meine Beine!). Und ich habe beschlossen, mir an Herrn Blume ein Beispiel zu nehmen. Wie schön ist es doch, wenn Menschen so positive Energie verbreiten!