Ein Zellhaufen

Ein Stichwort – das erreicht und erregt meine Aufmerksamkeit zufällig per SMS – und viele Gedanken. Mein Gehirn fährt mit mir Gedankenkarussell, sozusagen, und mir wird fast schwindelig. Es durchfährt mich wie ein Blitz, mitten an einem ganz normalen Tag. Ein Wort und viele Assoziationen. Wie die Jahre vergehen, immer schneller, eben war noch August, dann plötzlich, ohne dass ich es wirklich gemerkt habe, Dezember, selten ist mir das so bewusst geworden wie in 2012, und jetzt ist schon bald der erste Monat des neuen Jahres vorbei; ich bin gerade 44 geworden, und wenn es weiter so schnell geht wie bisher, dann bin ich ja quasi übermorgen schon 88!

Was sagt mir das? Nutz die Zeit, die Minuten, die Stunden, Tage, Monate und Jahre, die du noch vor dir hast. Zum Leben, Lieben, und Genießen, und vielleicht auch etwas hinterlassen, kreativ werden und Menschen berühren. Mein Karma? Ich bin für mein eigenes Schicksal zum Großteil verantwortlich. Ich kann, so glaube ich fest, daran mitarbeiten. Die Emotionen in den Griff bekommen, die Überbleibsel einer alten Traurigkeit endlich in die Freiheit entlassen – wie sagt Melody Beattie, „the only way out is through“; verdammt, irgendwann muss doch endlich Schluss sein mit der Fragerei, was ist falsch, was ist richtig; keine negativen Energien mehr in die Welt hinauslassen, nicht nachdenken, sondern machen, tun und leben.

Die Gedanken überschlagen sich. Was ist wichtig? Das Kind braucht Liebe, Geborgenheit, Bildung und Werte, Spaß an der Freud und, scheißegal, die Frage, kann ich das überhaupt, wische ich jetzt schnell beiseite, ich mache es so gut ich kann, und das ist mehr als mancher. Mein lebendiges und lebenslustiges sowie selbstbewusstes Kind ist der wandelnde Beweis. Mahnend schmeißt sich ein Gedanke dazwischen. Die Mama ist auch wichtig, ihr muss es gut gehen, damit sie dem Kind auch „geben“ kann. Die Welt bietet da genug Zerstreuung, man muss sie nur nutzen. Die Wunder von Mutter Erde, Schönheit, Freundschaft, Humor, Demut, Freude, Lachen, Liebe und Geborgenheit, den Luxus und die Freiheit, denken zu dürfen, Kreativität – was will man (frau) mehr? Es macht keinen Sinn, Zeit zu verschwenden mit Oberflächlichkeiten und Gedankenkarussell.

Ein Zellhaufen und viele Gedanken: an Beginn, Geburt und Entstehung und, unweigerlich: Ende und Tod. Der Kreis schließt sich und macht letztendlich Sinn. Auf ins Leben!

5 thoughts on “Ein Zellhaufen

  1. Liebe Martina,

    danke für die Worte, Du sprichst genau das aus, worüber ich mir schon länger Gedanken mache und sie regen mich dazu an, auch die Gedanken, in die Tat umzusetzen.

    Wicki

  2. Hallo liebe Martina und “Mitreisende”,

    es mag Dir so erscheinen, als ob die Zeit zwischen den Fingern zerrinnt, scheinbar ohnmächtig sieht man sich als Figur auf dem Brettspiel des Lebens.

    Im Gespräch mit Lebensbegleitern, Freunden und Nachbarn, jung wie alt, und in der eigenen Innenansicht ist jedoch zu erkennen, dass jeder Schritt sinnvoll war und gut. Umwege und Pausen, gehören da ebenso dazu, wie Sprünge in andere nicht für möglich gehaltene Bereiche.

    Wir, die Menschen können dies als die einzigen Lebewesen ausschliesslich selbst und immerwieder aufs neue (mit-)gestalten. Es gelingt jedoch umso besser wir unsere Mitmenschen und die uns umgebende Natur immer bewusster mitnehmen.

    Ich wünsche Dir dabei viel Energie und Spass. Am Rande deines Lebenskreises bin auch ich bei dir.

    Grüsse aus München
    Petger

  3. Ja das ist mir auch aufgefallen. Ich hab vor kurzem erst eine Sendung über eine interessante Studie zu diesem Thema gesehen. Hierbei wurde festgestellt, dass man mit 18 Jahren rein gefühlsmäßig die Hälfte des Lebens rum hat. Schon erschreckend das zu wissen. Ich bin jetzt 27 und es scheint immer schneller zu gehen mit dem Altwerden. Ich tu aber genau das was du in deinem Post schreibst von Leben Lieben etc. Ich bin mit meiner Frau nach Kalifornien ausgewandert und wir sind glücklich hier. Schau auch mal in meinem Blog vorbei wenn du Lust hast!

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