Da steckt man nicht drin

Heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit habe ich gedacht, Mensch ich hab schon lange nichts beklopptes mehr zu berichten gehabt. Das war ein Fehler. Ich hätte es gleich wissen müssen… damit beschwört man ja nur Sachen herauf. Es ist wie wenn man denkt, Mensch, mein Auto war schon lange nicht mehr kaputt – dann fällt mit Sicherheit der Auspuff ab oder die Batterie ist den nächsten Tag tot. Schon oft genug erlebt. Also besser nicht zu viel denken.

Nun ja, es fehlte gleich nach Ankunft meine Lieblingsputzfrau – sie ist auch noch nicht wieder aufgetaucht, obwohl es schon 11.15h ist. Gestern habe ich noch gedacht, ich muss mir mal ihre Handynummer geben lassen, für alle Fälle. Habe ich vielleicht hellseherische Fähigkeiten? Sie hat mir übrigens vorgestern erzählt, dass jemand ihr von der Belegschaft gesagt hätte, ich hätte behauptet, sie würde nicht gut putzen. Was sie zum Glück nicht geglaubt hat, und interessant vor allem ist – wem soll ich so was gesagt haben, denn, auch wenn ich es hätte sagen wollen, ich tausche mich ja hier höchstens mit meinem Blog aus. Habt ihr vielleicht irgendwo gelesen, dass sie nicht gut putzt?

Die andere Putzfrau kommt und berichtet mir, dass Gäste sich bedient und über Nacht die Waschmaschine benutzt haben. Das ist wohl ein Kompliment – die fühlen sich ganz wie zu Hause!

Um 9.10h falle ich fast vom Stuhl, weil die Musik in der Cafeteria (Insider nennen sie “army cantine”) plötzlich so laut ist, dass ich glauben könnte, wir hätten ein Erdbeben der Stärke 6. Nachdem die Musik nach einer gefühlten Ewigkeit noch immer so laut ist, gehe ich runter und bitte meine sogenannten Kolleginnen höflich, aber bestimmt, doch die Musik wieder runter zu drehen, denn es würden noch sicher einige Gäste schlafen. Als ich mich schon umgedreht habe höre ich ein sehr bedrohliches “Ey!!! Martina!!!”. Drehe mich um und blicke in die geröteten und geweiteten Augen meiner “Lieblingskampflesbe”. “DAS WAR NICHT ICH. HÖRST DU? DIE MUSIK HAT SICH VON ALLEINE AUFGEDREHT. HÖRST DU????” Hmm. To be honest I don’t f*** care if it was the president of the United States. Seit dem Moment genau habe ich Kopfschmerzen.

Kurz darauf kommen sechs – Hilfe !!! – Franzosen zu mir, und nachdem sie ihre Enttäuschung darüber überwunden haben, dass ich kein Französisch spreche, möchten sie ein Auto für 6 Personen mieten. Ich telefoniere herum, nur um mittendrin herauszufinden, dass sie meinen “Lieblingskollegen” derweil auch schon damit beauftragt haben und ein Auto bereits unterwegs ist. Offensichtlich kommen wir ihnen unterbeschäftigt vor, oder aber sie möchten auf Nummer sicher gehen. Weiß man’s?

Na ja, da steckt man nicht drin. Apropos – seit gestern stecke ich übrigens in meiner mutmaßlichen 4. Woche rückwärts… vielleicht habe ich ja auch Glück und darf eine Woche früher gehen. Träumen darf man ja, gell.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>