Arme Irre II

Bezugnehmend auf meinen Beitrag “Arme Irre” möchte ich euch mitteilen, dass der gute Mann so glücklich über meinen Joghurt war, dass er mehrere Tage länger blieb und ich nun von meinem Chef eine fürstliche Provision erwarte. Außerdem hat er doch tatsächlich noch ein paar schöne Wanderwege entdeckt (“von Lefkes bis nach Aliki!”) und ist somit glücklich abgereist.

Mein Chef wusste zwar nichts von meiner Joghurt-in-den-Kühlschrank-Aktion, zählte aber eins und eins zusammen, als er den Gast die Quittung vor sich hertragend auf der Suche nach mir antraf, an meinem freien Sonntag, sonst bin ich ja durchaus zu finden.

Eine Beförderung werde ich wohl kaum erwarten, sonst würde ich ja den Chefposten übernehmen wollen, und das will ich definitiv nicht. Aber so machen zumindest wieder die unsinnigsten Dinge Sinn.

Vielleicht macht auch der Rauswurf aus unserer Wohnung Sinn, wenn es tatsächlich mit einem wunderschönen (neuen! und schimmelfreien – meine Hunde und wir würden atmen dürfen!) Haus im Grünen und doch im Herzen Parikias klappt, das wir uns vorige Tage angeschaut haben. 500m von meiner Arbeit und/oder Lydias Ballett entfernt. Mit großem Grundstück drum herum und allem, was das Mieterherz sonst noch so begehrt. Es ist noch nicht ganz fertig, aber angeblich stehen wir an erster Stelle als Interessenten, Haustiere sind übrigens auch erlaubt, womit es “eigentlich” noch zu gut um wahr zu sein klingt. Daher brauchen wir bitte ganz ganz ganz viele Daumendrücker.

Damit würden wir dem irgendwie schon lieb gewonnenen Aliki den Rücken kehren, in dem sogar der Obdachlose, der berühmte “verrückte Stavros”, seine Funktion hat – er isst nämlich kleine Kinder und ob ihr es glaubt oder nicht, die drohen den Kindern wirklich damit. Ich habe es 2x selbst gehört. Das hätte nicht mal ich erwartet.

One thought on “Arme Irre II

  1. Hi Martina!
    Arme Irre, kann man wirklich sagen. Was manche Leute im Urlaub für Probleme haben, darüber kann man, aus der Ferne betrachtet, eigentlich nur schmunzeln. Keine Wanderwege auf Paros? Ich hätte dem Gast meinen Wanderführer überlassen. Wäre vielleicht auch eine Ergänzung für die Buchtipps auf Deiner Paros-Seite: http://www.graf-editions.de/
    Ich bin damit bestens zurecht gekommen, auch wenn der Schreibstil manchmal penetrant gutgelaunt ist.
    Andererseits: braucht man auf einer Insel einen Wanderführer? Irgendwann kommt man doch immer ans Meer….

    Schön zu lesen, dass sich Deine Wohnungssituation positiv zu entwickeln scheint, viel Glück dafür!!!

    Viele Grüße
    Herbert

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