So kann es sein

deine seele fährt achterbahn
ohne sicherheitsgurt.

die nächste kurve
kann dich aus der bahn werfen.
krieg dich wieder ein.

ein trauerkloß
taucht auf
wie aus dem nichts.
schluck ihn runter.

kraftlosigkeit überfällt dich.
sitz sie aus.

angst nimmt dich in ihre klauen.
halte sie aus.

derweil die erde sich weiterdreht
arbeit getan
und die miete
bezahlt werden muss.

bleibt kaum zeit für muße.
nachdenken
in der kurzen zeit
bevor deine augen zufallen.
und du siehst
der nächsten achterbahnfahrt
entgegen.

alpträume
die dich mutlos erwachen lassen.

selten schöne träume
die dir wärme spenden
und hoffnung geben
auf ein licht
am ende des tunnels.

so dass auch du
zwischen all dem müll
schöne momente erleben kannst.

so kann es sein
mit glück.

One thought on “So kann es sein

  1. Es ist wie das Karussell des Lebens, das uns wie im Banne hält, als seien wir wie in Trance verfangen und auswegslos mit der Achterbahn verschmolzen, deren Rhythmus wir hilflos ausgeliefert zu sein scheinen.
    Durch alle Höhen, durch alle Tiefen.
    Mit plötzlichen Abstürzen, die uns den Atem rauben und genauso plötzlichen Rasantaufstiegen, die uns klammern lassen an Gewohntes, nur um noch ein wenig Halt zu fühlen in diesem Auf und Ab, das uns nahezu aller Sinne beraubt.
    Und doch.
    Und doch ist es nur eine Phase, eine bestimmte Zeit, in der unsere Seele Achterbahn fährt – und (wie mutig!) auch noch ohne Sicherheitsgurt.
    Dieser Mut ist es, der unsere Seele auszeichnet.
    Dieser Mut ist es, der uns immer wieder auf´s Neue die Kraft gibt, den Anforderungen der Höhen und Tiefen standzuhalten.
    Und doch.
    Und doch ist es nur eine Zeitspanne in unser aller Leben, in der die Seele diese Achterbahnfahrten erlebt.
    Denn.
    Ja. Denn.
    Denn es ist vorgegeben, wann die Zeitspanne der Achterbahnfahrt vorüber ist.
    Dann kehrt eine Stille in die Seele ein, die schlummernde Gedanken wachküsst und uns entführt in das Land hinter dem Horizont, in dem die Phantasie regiert.
    Seien es die Stunden am abendlichen Meer, wenn die Sonne sich sachte vom Tag verabschiedet, seien es die Momente, wenn die Königin der Nacht ihren samtschwarzen Mantel über die Erde legt und achtsam darauf bedacht ist, dass der Abendwind nicht die Träume der Sinnenden stört.
    Die Seele kommt zur Ruhe.
    Die Achterbahn ist vorbei.
    Das Herz hat sein Gefühlszuhause gefunden.

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